Keine Jagd auf den Wolf

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Wie gestern bekannt wurde, wird im Landtag laut über die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht nachgedacht. Gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 14 Buchstabe a und b BNatSchG steht der Wolf unter strengem Schutz. Er unterliegt außerhalb Sachsens nicht dem Jagdrecht, in Sachsen ist er ganzjährig geschont. auch Niedersachsen darf hier keine Ausnahme bilden.

Im Rahmen eines Eilantrages spricht sich die “Die REGION” in der Sitzung der Regionsversammlung am Dienstag, den 26.2.19, gegen Abschüsse von Wölfen aus und fordert den Regionspräsidenten Hauke Jagau auf, im Namen der Region Hannover klar Stellung zu beziehen.

“Das Hickhack um die Wölfe geht jetzt schon seit Monaten so. Begleitet wird das Thema von einer schleichenden Enthemmung, was die geforderten Maßnahmen gegenüber sogenannten Problemwölfen betrifft. Die Forderung der FDP, die Wölfe einfach ins Jagdrecht aufzunehmen, stellt hier eine neue Qualität an Gewaltverherrlichung dar.” so der umweltpolitische Sprecher der REGION Rüdiger Hergt.

“Die ganze Diskussion um das Jagen von Kulturfolgern und wieder zurückkehrenden Tieren wie dem Wolf nimmt langsam bedenkliche Formen an. Wenn das Töten von Tieren zum Sport wird und die Jagd den Vergleich mit Yoga nicht mehr fürchten muss, sagt das viel über diese Gesellschaft aus.” ergänzt Gruppenvorsitzender Bruno Adam Wolf.

“Ich habe bereits im letzten Jahr gefordert, die Wölfe für einen fairen Wettbewerb endlich zu bewaffnen. Das ist doch eine Forderung, die auch der FDP, von der ja die Schnapsidee hier stammt, gefallen sollte. Wenn die Wölfe dann mit Flinten vor Herrmann Grupes Haus stehen, kann er ganz entspannt auf Augenhöhe sich um das ganze Rudel kümmern.” erklärt Julian Klippert, naherholungspolitscher Sprecher und stellvertretender Vorsitzender.

Die REGION lehnt mit Nachdruck den Abschuss von Wölfen und Rückkehrern und Kulturfolgern ab. Allein schon durch die massiven Eingriffe in die Umwelt durch den Menschen ist ein verantwortungsvoller Umgang hier geboten.