Was tun für den Klimaschutz auf kommunaler Ebene?

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Julian Klippert, stellv. Vorsitzender der Gruppe "Die REGION"

Julian Klippert, Vorsitzender der Gruppe „Die REGION“

Rede von Julian Klippert, Vorsitzenden der Gruppe Die REGION, in der aktuellen Stunde in der Regionsversammlung Hannover am 21.05.2019

Zum Thema:
„Europäische Herausforderung Klimaschutz: Wie können wir in der Region Hannover unsere Verantwortung für den Klimaschutz wahrnehmen?“

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, der Drops mit dem Klimaschutz ist gelutscht. Eine globale Erderwärmung ist nicht mehr aufzuhalten.
In den nächsten Jahren ist mit einer Temperatursteigerung von ein bis zwei Grad zu rechnen, während die selbsternannte Kohlekommission optimistisch einen Ausstieg bis 2038 vorsieht. Ideen eines alternativen, nachhaltigen Wirtschaftens, wie sie vor kurzem von einem gewissen Mitglied einer Jugendorganisation einer ehemaligen Volkspartei geäußert wurden, stoßen auf taube Ohren.
Während der Jetstream über der Nordhalbkugel am Versiegen ist, was uns mit in der ersten Jahreshälfte 2019 bereits einen kleínen Ausblick verschafft hat, was es heißt, wenn die Regenwolken auf Grund fehlender Winde über dem Mittelmeer hängen bleiben, weiß sich die CDU ja immerhin schon am “Anfang der Diskussion” wie es das AKK vor kurzem erst zum besten gab und so aktiv am Ende der Welt mitarbeitet. Christsein ernstnehmen, Chapeau liebe CDU.
Im Prinzip können wir darauf warten, dass die GroKo ein Reformprogramm auf den Tisch wirft, welches im Stile der Agenda 2010 uns mit einem Klima-Hartz IV beglückt. Nicht umsonst hört man allerorten schon den Aufruf, endlich die CDU zu verbieten, denn die regiert nun seit Gründung der Republik und hat uns den ganzen Mist hier eingebrockt.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass diejenigen, welche heute sich am Anfang einer Diskussion wähnen, statt die Suppe auszulöffeln, den Löffel abgegeben haben werden, wenn uns dann das Wasser bis zum Hals steht, wobei ein Hannover am Meer natürlich auch seine Vorzüge hat.
Angesichts dieser wunderbaren Aussicht müssen wir wohl wirklich sagen, so wie es ist, kann es nicht bleiben, aber so, wie es werden soll, wird das auch nichts. Zumindest mit ein paar Reförmchen wird das Problem nicht mehr in den Griff zu bekommen sein.

Was also tun, zumal auf kommunaler Ebene?
Zunächst einmal machen wir alle Flughäfen dicht. Flugzeuge sind ein gigantischer Klimakiller und sollten somit als erstes in Angriff genommen werden. Auf dem Gelände können wir dann ein Naturschutzgebiet einrichten. Als nächstes sind sämtliche Firmen in der Region zum Umstieg auf erneuerbare Energien zu zwingen, alternativ dürfen auch Bahlsenkekse als Brennstoff genutzt werden. Doch damit nicht genug, um den Ausstoß von Klimakillern zu reduzieren, verlegen wir den gesamten Lieferverkehr auf die Schienen und verteilen dann innerhalb der Ballungsgebiete die Lieferungen mit elektrifizierten Fahrzeugen. Für den Individualverkehr führen wir eine Maut ein für Ballungsgebiete, die dem derzeitigen Preis der Üstra-Monatskarten entspricht und machen davon dann den ÖPNV in der kompletten Region Hannover kostenfrei. Jetzt müssen wir nur noch von der Massentierhaltung wegkommen, das ist eigentlich der Klimakiller Nummer 1.
Wenn wir all das machen, dann sind wir sicherlich langsam auf einem guten Weg. Wenn das den Vertreter*innen in dieser Versammlung aber alles ein bisschen zu viel ist, liegt das vielleicht daran, dass sie die vierzig Jahre bereits überschritten haben. Bei wem das so ist, dem empfehle ich, treten sie von Ihrem Mandat zurück bis endlich jüngere Menschen in diesem Gremium sitzen und verbringen sie ihren Lebensabend stattdessen mit Verena Bahlsen an der zukünftigen Küste Hannovers auf einer Yacht. Wir werden das Schiff dann schon schaukeln, auch ohne dass die zu erwartenden Klimaflüchtigen an eben dieser Küste dann ertrinken werden wie sie es ja täglich dank der Politik der EPV bereits im Mittelmeer der Fall ist.

In diesem Sinne, machen Sie Platz!

Klimaschutz

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